Das Altenburger Schützenbrauchtum

Was wäre ein Schützenverein ohne das Schießen? Um diesen Sport dreht sich bei uns alles und wird deshalb von den Schießmeistern auf das Sorgfältigste vorbereitet. Doch auch bei dieser traditionellen, bis heute unveränderten Sportart gibt es Entwicklungen. Diese fangen schon bei den Gewehren an. Seit den 60er Jahren schießen wir mit einem Klein-Kaliber-Gewehr, während wir früher noch mit richtig schweren Büchsen schossen, wofür Josef Muckel und Heinrich Stahs noch jahrelang eigenhändig aus Blei die Kugeln gegossen haben. 

Auch der Schießstand an sich hat sich seit damals stark verändert. Früher haben wir immer schräg nach oben geschossen, was man heute noch bei manch anderen Vereinen sehen kann. Dafür wurde vor dem Schützenfest immer unter reger Beteiligung eine Vogelstange aufgesetzt, an deren Spitze die Vögel befestigt waren. Im Dritten Reich bekamen wir zwar die Auflage, eine 50 Meter lange Flachbahn anzulegen, aber aufgrund der immer knapper werdenden Baumaterialien verlief diese Planung im Sande. 
Auch nach dem Krieg, nachdem die ersten Gewehre für Vereine wieder zugelassen waren, schossen wir noch nach oben, auf die Stange, die auch heute noch unseren Kugelfang hält, an der bis vor kurzem auch noch die Einrichtung zu sehen war, an der dieser nach oben gezogen wurde. Doch in den sechziger Jahren sägten wir die Stange ab und schossen in flacher Ebene weiter, so daß diese Einrichtung überflüssig und bei der Renovierung des Standes in diesem Jahr abmontiert wurde. Auch die jetzige Schießunterkunft ist erst 20 Jahre alt. Vorher errichtete man am Tage vor dem Schützenfest in Gemeinschaftsarbeit eine Bretterbude, bevor man zum Faßanstich überging.

Schießen beim Schützenfest 1960. 
Am Gewehr der langjährige Schießmeister Heinrich Stahs.

Das Programm ist im Groben bis heute konstant geblieben. Seit 75 Jahren wird am Kirmessonntag nach dem Umzug der Hauptvogel ausgeschossen, wobei sich der Preis von einigen Gänsen in einen Geldpreis gewandelt hat. Montagmorgens wurde der neue König ermittelt, der dann nachmittags proklamiert wurde, bevor er abends zum Ball antreten durfte. Diese Regelung ließ aber den Königen zu wenig Vorbereitungszeit und deshalb wurde im Jahre 1974 der Königsvogelschuß auf den Fronleichnamstag gelegt. Neu hinzu kam die Ausschießung eines Wanderpokals, der erstemals Fronleichnam 1966 vergeben wurde. Als Preise gab es anfangs Urkunden und Wandplaketten, während man heute Anstecknadeln erhält. Das Schießen bringt immer viel Spaß, getreu dem Motto: 

„Ein gut Gewehr, des Schützen Ehr´“

(Text: Thomas Schmidt, 1996)

 

Die Könige der St. Hubertus Schützenbruderschaft Altenburg

Die Prinzen der St. Hubertus Jungschützengilde Altenburg

 Die Pokalsieger der St. Hubertus Schützen seit 1966

Die Pokalsieger der Hubertus Frauengruppe seit 1994

die Pokalsieger der Jungschützen seit 1970

 

Die Pokalsieger der St. Hubertus Schützenbruderschaft Altenburg seit 1966

1966 1. Heinz Windelschmidt 2. Heinz Heinrichs  
1967 1. Heinz Windelschmidt 2. Tonibert Hammel  
1968 1. Heinz Windelschmidt 2. Walter Krösin  
1969 1. Wilhelm Meyer 2. Heinz Windelschmidt 3. Horst Drinnhausen
1970 1. Wilhelm Meyer 2. Hans Schmitz 3. Walter Krösin
1971 1. Heinz Windelschmidt 2. Bernd Krösin 3. Heinz Krösin
1972 1. Heinz Heinrichs 2. Heinz Windelschmidt 3. Wilhelm Meyer
1973 1. Dominikus Hüvelmann 2. Bernd Krösin 3. Eckard Flake
1974 1. Heinz Wolff 2. Eckard Flake 3. Friedrich Flake
1975 1. Wilhelm Meyer 2. Eckard Flake 3. Heinz Wolff
1976 1. Heiner Wolff 2. Heinz Heinrichs 3. Eckard Flake
1977 1. Heiner Wolff 2. Heinz Windelschmidt 3. Eckard Flake
1978 1. Heinz Wolff 2. Heinz Heinrichs 3. Johannes Dreyling
1979 1. Wilhelm Meyer 2. Heinz Heinrichs 3. Heiner Wolff
1980 1. Heiner Wolff 2. Heinz Heinrichs 3. Heinz Wolff
1981 1. Heinz Windelschmidt 2. Heinz Heinrichs 3. Peter Hüvelmann
1982 1. Heinz Heinrichs 2. Heinz Windelschmidt 3. Hubert Bodden
1983 1. Peter Hüvelmann 2. Michael Heck 3. Heiner Wolff
1984 1. Heiner Wolff 2. Heinz Bodden 3. Heinz Windelschmidt
1985 1. Heinz Windelschmidt 2. Peter Hüvelmann 3. Friedrich Flake
1986 1. Friedrich Flake 2. Heinz Windelschmidt 3. Peter Hüvelmann
1987 1. Tonibert Hammel 2. Heinz Windelschmidt 3. Heinz Wolff
1988 1. Peter Hüvelmann 2. Heiner Wolff 3. Friedrich Flake
1989 1. Peter Hüvelmann 2. Hubert Bodden 3. Klaus Dolfus
1990 1. Heiner Wolff 2. Dirk Krebs 3. Peter Hüvelmann
1991 1. Peter Hüvelmann 2. Heinz Heinrichs 3. Heiner Wolff
1992 1. Heiner Wolff 2. Hubert Bodden 3. Dirk Schmidt
1993 1. Dirk Schmidt 2. Heiner Wolff 3. Michael Schüller
1994 1. Peter Hüvelmann 2. Heiner Wolff 3. Heinz Wolff
1995 1. Heiner Wolff 2. Dirk Schmidt 3. Peter Hüvelmann
1996 1. Tonibert Hammel 2. Hubert Bodden 3. Heinz-Jürgen Schumacher
1997 1. Peter Hüvelmann 2. Thomas Schmidt 3. Karl Heinz Maak
1998 1. Martin Fröhlich 2. Peter Hüvelmann 3. Christian Holz
1999 1. Ralf Pilwat 2. Markus Jungbluth 3. Heinz-Jürgen Schumacher
2000 1. Arnold Güldenberg 2. Karl Heinz Maak 3. Heinz-Jürgen Schumacher
2001 1. Hartwig Maak 2. Wilfried Heinrichs 3. Hubert Bodden
2002 1. Martin Fröhlich 2. Peter Hüvelmann 3. Bernd Wolf
2003 1. Arnold Peterhoff 2. Thomas Schmidt 3. Friedel Busack
2004 1. Peter Hüvelmann 2. Bernhard Hansen 3. Heinz-Jürgen Schumacher
2005 1. Peter Hüvelmann 2. Heinz-Jürgen Schumacher 3. Thomas Schmidt
2006 1. Friedel Busack 2. Heinz-Jürgen Schumacher 3. Peter Hüvelmann
2007 1. Peter Hüvelmann 2. Thomas Schmidt 3. Nils Esser
2008 1. Bernhard Hansen 2. Peter Hüvelmann 3. Martin Fröhlich
2009 1. Thomas Schmidt 2. Karl Heinz Maak 3. Franz Corsten
2010 1. Peter Hüvelmann 2. Christian Holz 3. Karl Heinz Maak
2011 1. Arnold Güldenberg 2. Bernhard Westphal 3. Karl Heinz Maak
2012 1. Heinz-Jürgen Schumacher 2. Thomas Schmidt 3. Arnold Güldenberg
2013 1. Thomas Schmidt 2. Martin Fröhlich 3. Bernhard Westphal
2015 1. Heinz-Jürgen Schumacher 2. Arnold Peterhoff 3. Martin Fröhlich
2016 1. Wilfried Heinrichs 2. Thomas Schmidt 3. Christian Holz
2017 1. Julius Schlesener 2. Bernd Eßer 3. Thomas Schmidt

 

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